Mein Weg
Warum ich heute als Friedensstifter für mehr Menschlichkeit arbeite
Der Weg
2008 - Der erste Aufbruch: Camino Francés
2008 ging ich den „originalen“ Jakobsweg, den Camino Francés – meine erste große Weitwanderung. Es war der erste Moment, in dem ich Glauben und Führung wirklich zusammenbrachte: Ich begann, dem Sinn meines Lebens näher nachzuspüren, als ich es bis dahin getan hatte. Was damals als Frage begann, sollte mich noch viele Jahre begleiten – auch wenn ich danach zunächst in mein gewohntes Leben zurückkehrte.
Mehr als 30 Jahre Bankererfahrung - und ein zweiter Aufbruch
Mehr als 30 Jahre war ich in der Finanzbranche tätig. 2014 brach ich zu einer mehrwöchigen Alpenwanderung auf. Diese Reise veränderte meinen Blick auf das Leben und wurde später zum Inhalt meines ersten Buches: „Aufgebrochen, um frei zu sein.“ Was ich danach tat, war zunächst ein kleiner Schritt: Ich reduzierte meine Arbeitszeit und gründete neben meinem Bankjob das Unternehmen „Selbst-Läufer“ – mit Wandercoaching und Seminaren zu Achtsamkeit.
Die schleichende innere Kündigung
Diese neue Arbeit erfüllte mich. Mein Job als Banker war dagegen zunehmend nur noch da, um Geld zu verdienen – ein schleichender Prozess der inneren Kündigung, der sich über Jahre hinzog. Nachts konnte ich nicht schlafen. Ich fragte mich immer wieder: Kündigen? Bleiben? So weitermachen? Es war ein langwieriger Prozess, der sich auch auf meine Gesundheit und mein nahestehendes Umfeld auswirkte. Ich war lange Zeit sehr unzufrieden – und wusste gleichzeitig nicht, wie ich diesen Zustand verlassen sollte.
Der Bruch:
40 Tage ohne Geld auf den deutschen Jakobswegen
Mitte 2024 kündigte ich dann wirklich – nach über 30 Jahren Berufserfahrung und mit 55 Lebensjahren. Ich brach zu 40 Tagen zu Fuß und ohne Geld auf den deutschen Jakobswegen auf. Auch mein eigenes Unternehmen legte ich beiseite, um mich völlig neu auszurichten.
Die Unterstützung der Menschen, die Dialoge und Begegnungen unterwegs zeigten mir, was Menschlichkeit wirklich bewirken kann. Hinzu kam mein christlicher Glaube, der mir zeigte, welche Türen sich öffnen, wenn man Verantwortung für den eigenen Weg übernimmt und sich der geistigen Führung anvertraut – und welche Werte es braucht, um seinen eigenen Weg zu gehen.
Die Fragen, die 2008 auf dem Camino Francés begonnen hatten, fanden hier – 16 Jahre später – endlich ihre Antwort.
Die Gründung –
aus Erfahrung wird Ausrichtung
Die Gründung meines heutigen Unternehmens „Gunther Reber“ war die logische Konsequenz aus den Erfahrungen dieser 40-Tage-Reise. Aus ihr entstand zum einen mein zweites Buch, „Abenteuer Menschlichkeit“, zum anderen die Grundlage für meine heutige Ausrichtung als Friedensstifter für mehr Menschlichkeit.
Daraus ergaben sich drei Wege:
1. Vorträge & Keynotes zu Menschlichkeit, Selbstführung, Werten, Führung und Veränderung.
2. Begleitung im Beruflichen Friedenskompass – für Menschen, die genau dieselben Fragen im beruflichen Umfeld haben, die ich selbst vor meiner Kündigung hatte.
3. Bücher und Impulse zu meinen Reisen. Ich spreche nicht über Veränderung, weil ich sie studiert habe. Ich spreche darüber, weil ich sie selbst erlebt habe.
Mein Fundament
Glaube · Achtsamkeit · Werte · Menschlichkeit
Glaube
Der Glaube ist für mich als Christ sehr wichtig. Ich bin überzeugt, dass er mich trägt – und durfte das am eigenen Leib während meiner 40-Tage-Reise erleben. Mir wurden Türen geöffnet und ich war jeden Tag versorgt, obwohl ich nichts hatte. Diese Art der Führung steht für mich über allem und stärkt mein Vertrauen.
Achtsamkeit
Ich bin ausgebildeter Achtsamkeitstrainer. Diese Ausbildung war für mich ein großes Geschenk, denn dort liegt die Grundlage, um bewusste Entscheidungen herbeizuführen. Das Erkennen des eigenen Reiz-Reaktionsmusters ist der Gamechanger für ein bewussteres, freieres und gesünderes Leben.
Werte
Meine persönlichen Top-3-Werte sind Authentizität, Glaube und Vertrauen. Die Arbeit mit Werten war ein zentraler Teil meiner 40-Tage-Reise: Ich durfte viele Werte erleben, und daraus hat sich für mich der Schlüssel zu tragfähigen Beziehungen ergeben – im Privaten wie im Beruflichen. Heute stehen Werte für mich an oberster Stelle, wenn es darum geht, fruchtbare Beziehungen zu gestalten.
Menschlichkeit
Menschlichkeit ist das, was sich zwischen Beziehungen abspielt und wie sich Beziehungen entwickeln. Sie ist für mich kein einzelner Wert, sondern ein System, das Werte darunter verankert. Darunter liegen die Werte, die ich auf meiner 40-Tage-Reise erlebt habe. Daraus ist mein Buch „Abenteuer Menschlichkeit“ entstanden – und damit die Grundlage für meine gesamte Ausrichtung: meine Vorträge, den Beruflichen Friedenskompass und meine Bücher.
